Mein Tanz passt in keine Schublade

 

Ganz unabhängig vom Tanzen ist mein Menschenbild entscheidend für meine Arbeit: Ich bin ziemlich neugierig auf Menschen. Ich mag die Unterschiedlichkeiten und die vielen Seiten, die wir in uns tragen. Ich mag es authentisch – egal, welche Stimmungen dazugehören. Echte Lebendigkeit ist mir wichtig und die kommt nur zustande, wenn wir uns auf Augenhöhe begegnen. Nicht zuletzt glaube ich an die Kraft eines jeden, Dinge anders machen zu können. Dafür bringe ich gern Bewegung ins Spiel!

 

 

Mein Stil

 

... ist eine Mixtur aus vielem, aber die Bewegung steht immer im Mittelpunkt. Sie soll freudvoll sein, im Kontakt und im Austausch, direkt, manchmal herausfordernd und gern auch unberechenbar. In meinen Augen ist Tanz extrem facettenreich. Er kann abstrakt oder erzählend sein, mit oder ohne Musik, viele Stile und Bewegungsarten nutzen, in Theater, Tanzstudios oder an beliebigen anderen Orten stattfinden. Er kann improvisiert oder festgelegt sein, zufällig oder geplant. Diese Freiheit braucht Entscheidungen. Um sie beim Tanzen – vielleicht spontan – fällen zu können, ist nach meiner Meinung die Klarheit über eigene Bewegungsideen und -konzepte wichtig. Diese Klarheit will ich vermitteln. 

 


Mein Unterricht

 

… soll Spaß machen und dir neue Erfahrungen ermöglichen. Du musst hier nichts abliefern oder auswendig lernen. Wenn du Neugier auf dich, deine Bewegungen und die von anderen hast, und dann noch Lust, dich auch mal auszupowern, dann hereinspaziert. Eines meiner Ziele: Du sollst deinen Körper ganz selbstverständlich und selbstbewusst bewohnen. Das klappt, wenn du ihn kennenlernst, ihn differenziert wahrnimmst, deinen ganz persönlichen Ausdruck findest. 

Dafür experimentieren wir mit improvisierten und geplanten Bewegungen, spielen mit Schwerkraft und deren Überwindung. Das alles passiert in gelöster und meist humorvoller Atmosphäre. Immer mal wieder mit dabei: eine Prise analytisches Wissen über Bewegung. Sie hilft dabei, deine Möglichkeiten wirklich zu erfassen. Wie wichtig das Verstehen für Veränderung ist, weiß ich auch aus der Arbeit in meiner psychotherapeutischen Praxis.


Meine Erfahrung …

 

… mit dem Tanzen begann 1978 – ich war 16 Jahre alt. Seitdem habe ich von beeindruckenden Menschen eine Menge lernen dürfen, vieles eingesammelt, manches abgestoßen oder in meiner Art und Weise weiterentwickelt.  Hier ein paar Meilensteine aus meinem bereichernden Leben mit dem Tanz:

Als Tänzer

  • Aufführungen auf internationalen Festivals mit …

… der Tanzfabrik Berlin(1987 bis 1990)

… der Tanztheatergruppe "Stimme und Bewegung" (1981 bis 1985) 

      ... ganz viele Auftritte – mit verschiedensten Menschen an unterschiedlichsten Orten


Als Choreograph und Tänzer

  • Stücke, Experimente, Improvisationen und getanzte Vorträge in Bremen z.B. "Reise zu Mittelpunkt der Erde" .."Politics of dancing" .. "Der Tag an dem ich Weltmeister wurde" .. "Memory – die Rekonstruktion der Erinnerung" (1991 bis 2008)

Als Unterrichtender

  • Kurse und Workshops seit 1986 – heute in Berlin, Bremen und auf Festivals

Als Ausbilder

  • Aufbau der Tanzpädagogischen Ausbildungen im Impuls, Bremen (1989 bis 2015)

Als Initiator

  • Mit-Entwicklung des Formats „Tanz Bremen“ – damals noch „Bremer Tanzherbst“
  • Planung und Unterricht von Tanzworkshop-Reihen (seit 1996 bis heute):
    • Forschungszyklus Tanz
    • Abenteuer Tanz
    • Kampfkunst und Tanz 
  • Organisation des wöchentlichen Tanz-Freiraums „Contact Jam Bremen“ (seit 1989)

Als Lernender bin ich immer neugierig darauf, neue Bewegungsformen zu lernen – von Ballett bis Parkour, von Feldenkrais bis Bewegungsevolution, von Aikido bis Kung Fu.